Beide Teams der Feuerwehr Konstanz unter den Top 10 beim Firefighter Stairrun in Berlin

Konstanzer Feuerwehrsportler stellen zweitschnellstes deutsches Wettkampfteam

Am Samstag, den 18. April, fand auf dem Alexanderplatz in Berlin ein Wettbewerb der besonderen Art statt: 768 Angehörige verschiedener Feuerwehren aus acht Ländern traten in Geschwindigkeit und Ausdauer beim Berlin Firefighter Stairrun gegeneinander an, der die Belastungsfähigkeit der Feuerwehrangehörigen auf eine harte Probe stellt. Denn neben der bereits kräftezehrenden Aufgabe, die 770 Treppenstufen des hohen Gebäudes in möglichst kurzer Zeit zu erklimmen, müssen die Feuerwehrsportler in ihrer kompletten Schutzausrüstung starten, inklusive angeschlossenem Atemschutzgerät. Insgesamt wiegt die Ausrüstung von den schweren Stiefeln bis zum Helm ca. 20 kg. Eine sportliche Höchstleistung, die ohne intensive Vorbereitung nicht zu bewältigen ist.
In diesem Jahr war die Feuerwehr Konstanz gleich mit zwei Teams vertreten: Ferdinand Oser und Sven Reuter starteten in der Kategorie „Youngsters“, während Mareike Augsburger und Daniel Schropp ein „Mixed“-Team bildeten. Denn gestartet wird, wie immer bei der Feuerwehr, in einem aus zwei Leuten bestehenden Trupp. Während das erste Team und Daniel Schropp als alte Hasen schon seit September letzten Jahres intensiv trainierten, stieß Mareike Augsburger erst im Januar zu den Sportlern dazu. Zwei bis drei Mal in der Woche trafen sich die vier von da an zum Training im Schlauchturm auf der Hauptwache oder dem Telekom-Gebäude. Entsprechend gespannt fuhren die vier nach Berlin, um sich im deutschlandweit größten Event dieser Art mit anderen Feuerwehrsportlern zu messen. Besonders Ferdinand Oser und Sven Reuter hegten große Erwartungen, waren sie doch bereits im vergangenen Jahr unter den 20 schnellsten Teams gewesen und starteten damit in einem gesonderten Startblock am Schluss, dem Fire-Fly. Auch dieses Mal gelang den beiden mit einer Gesamtzeit von 6:56 Minuten ein hervorragender Lauf – sie landeten auf Platz 7 und konnten sich damit in der europaweiten Leistungsspitze des Feuerwehrsports etablieren. Auch das Debütanten-Team mit Mareike Augsburger und Daniel Schropp war erfolgreich und erreichte einen beeindruckenden 8. Platz in ihrer Wertungsklasse. Somit war die Teilnahme für beide Teams ein voller Erfolg. Darauf ausruhen wollen sie sich aber nicht: „Für das erste Mal sind wir zufrieden. Nächstes Jahr würden wir aber gerne den Sprung auf das Treppchen schaffen“, so Daniel Schropp. Bis dahin gibt es noch viel zu tun. Doch eines ist schon jetzt sicher: Den intensiven körperlichen Anforderungen im realen Einsatzfall sind die vier Feuerwehrleute auf alle Fälle gewachsen.
Finanzielle Unterstützung erhielten die Konstanzer Sportler durch den Förderverein der Feuerwehr Konstanz e.V., sowie die Stadtwerke Konstanz, welche ein Fahrzeug für die Fahrt nach Berlin zur Verfügung stellten. Ein großer Dank geht außerdem an Herrn Sutor von der Firma Strabag, der die Nutzung des Treppenhauses des Telekom-Turms zu Trainingszwecken ermöglichte.

Infobox Berlin Firefighter Stairrun
Firefighter Stairrun – was ist das? Der Stairrun (Treppenlauf) in Berlin ist eine sportliche Herausforderung für Feuerwehrangehörige. In kompletter Schutzausrüstung und mit angeschlossenem Atemschutzgerät müssen möglichst schnell die 39 Stockwerke des ParkInn Hotels in Berlin erklommen werden. Gestartet wird auf dem Alexanderplatz vor dem Hotel, Ziel des Wettlaufs ist die in 110 Metern Höhe gelegene Aussichtsplattform. Gestartet wird immer als Zweierteam, dem sogenannten 'Trupp'. Die Wertung erfolgt in verschiedenen Kategorien, je nach Alter und Geschlecht. So gibt es die Kategorie „Youngsters“ (beide Teilnehmer zusammen jünger als 80 Jahre), Oldies, bzw. Oldies XL (beide Teilnehmer zusammen jünger bzw. älter als 100 Jahre), Mixed (Mann und Frau) und Ladies (reine Frauenteams). Die derzeit schnellste Laufzeit, aufgestellt von einem Team der Berufsfeuerwehr Göttingen, stammt aus dem Jahr 2009 und beträgt 5:39 Minuten.

Bregenz | Übung im Citytunnel

Bregenz - Ein schwerer Verkehrsunfall mit Brandentwicklung im Citytunnel - mehrere weitere Unfälle passieren innerhalb des Tunnels. Das war die Übungsannahme einer Tunnel-Einsatzübung am 20. April im Citytunnel bei Bregenz. Der Tunnel war am Montag von 19 bis 24 Uhr für den Verkehr gesperrt, die Übung verlief reibungslos.

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Beteiligt waren die Feuerwehren Bregenz-Rieden und Bregenz-Vorkloster, das Rote Kreuz Bregenz sowie Mitarbeiter der Asfinag aus der Autobahnmeisterei Hohenems. Besondere Rahmenbedingung bei dieser Übung: erstmals wurde auch die neu installierte Hochdruck-Sprühnebelanlage in das Training einbezogen. „Wenn es darauf ankommt, muss jeder Handgriff sitzen. Vor allem was Kommunikation, Abstimmung und Koordination im Einsatzfall angeht“, weiß Bernhard Köck vom Asfinag-Tunnelmanagement.

Für die Übung musste der Tunnel ab 19 Uhr für den Verkehr gesperrt werden. Eine lokale Umleitung wurde eingerichtet. Das Ende der Übung sowie der Tunnelsperre war für 24 Uhr vorgesehen.

Im Vorjahr installierte die ASFINAG im Citytunnel eine Hochdruck-Sprühnebelanlage. Fünf Millionen Euro wurden in diese neue Sicherheitstechnologie investiert. Das Besondere daran: sofort nach Erkennen eines Brandes und der Räumung des Tunnels löst das System automatisch die Sprühnebelanlage aus: mit feinsten Düsen werden Wassertropfen mit hohem Druck verbreitet.

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Happy Birthday! Die Jugendfeuerwehr Friedrichshafen feiert ihren 50. Geburtstag

Sven Sesterhenn konnte am Samstagabend neben den Jugendfeuerwehren der Abteilungen aus Friedrichshafen eine Reihe an Gästen begrüßen, welche anlässlich des 50-jährigen Geburtstags seiner Jugendfeuerwehr zum Festakt in die Feuerwache gekommen waren. Der Jugendfeuerwehrleitung war es wichtig, dass der 50. Geburtstag vor allem auch mit denjenigen gefeiert wird, die schon zur Gründungszeit dabei waren und die Jugendfeuerwehr in den vergangenen 50 Jahren zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Daher wurde der Festakt auch zum großen Wiedersehen alter Bekannter – denn eingeladen waren auch die ehemaligen Jugendfeuerwehrmitglieder aus Friedrichshafen. Und wie es bei einem Wiedersehen üblich ist, wurden alte Erinnerungen hervorgerufen. Kurzweilig ließen die Zeitgenossen Hans-Peter Schulz, Markus Maier, Tobias Schulz und Jugendfeuerwehrwart Sven Sesterhenn die vergangenen 50 Jahre Revue passieren. Sie alle haben einen besonderen Bezug zur Jugendfeuerwehr – egal ob als Gründungsmitglied oder als langjähriger Jugendfeuerwehrwart.

Zudem gab es an diesem Abend viel Anerkennung, Lob und eine Reihe an Grußworten. Darunter auch Bürgermeister Holger Krezer. Er lobte die Strukturen der Jugendfeuerwehren in Friedrichshafen, welche über Jahre hinweg aufgebaut wurden. Natürlich ließ sich Krezer auch die Alarmübung am Mittag nicht entgehen. Er zeigte sich von den Leistungen der Jugendlichen beeindruckt. „Wer so weiterarbeitet braucht sich keine Sorgen über die Zukunft der Einsatzabteilung zu machen“, so Krezer. Er richtete seinen Dank im Namen der Stadt Friedrichshafen an alle Beteiligten der Jugendfeuerwehr und überreichte als Geschenk einen Gutschein für einen Ausflug in den Europapark nach Rust. Weitere Geschenke und Grußworte gab es von Stadtbrandmeister Louis Laurösch, Stadtjugendfeuerwehrwart Andreas Grieb, Kreisbrandmeister Henning Nöh, Kreisjugendfeuerwehrwart Harald Stöhr, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Günther Laur, Vorstand des Internationalen Bodensee-Feuerwehrbundes Michael Blender und der Altersabteilung der Feuerwehr Friedrichshafen durch Manfred Gessler.

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Harald Stöhr übernahm an diesem Abend auch den Part der Ehrungen. Er durfte Jugendfeuerwehrwart Sven Sesterhenn und stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart David Fischinger für ihr großes Engagement in der Jugendfeuerwehr in den vergangenen Jahren die Ehrennadel in Silber des Landes Baden-Württemberg überreichen. Damian Krämer wurde für sein außergewöhnlich hohes Engagement in der Jugendfeuerwehr, welches er bereits seit 20 Jahren einbringt, mit der silbernen Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr ausgezeichnet.

Am Ende des Festaktes hieß es für Sven Sesterhenn Abschied zu nehmen: Er übergab sein Amt als Jugendfeuerwehrwart der Abteilung Friedrichshafen an Manuel Laubenberger. Andreas Grieb bedankte sich bei Sven Sesterhenn für eine tolle Zeit. „Die vergangenen fünf Jahre haben gezeigt, wie gute Jugendarbeit aussehen kann“, so Grieb. Manuel Laubenberger war bereits einige Jahre als stellvertretender Jugendfeuerwehrwart tätig, sodass ein sehr guter Nachfolger gefunden wurde, der die Jugendfeuerwehr so erfolgreich weiterführen wird wie bisher, betonte Grieb weiter.

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Land rüstet Ölwehrstützpunkte am Bodensee auf

Friedrichshafen/Bodenseekreis: Die vier bei den Freiwilligen Feuerwehren Friedrichshafen, Konstanz, Radolfzell und Überlingen eingerichteten baden-württembergischen Ölwehrstützpunkte sind künftig für Einsätze auf dem Bodensee besser gerüstet. Im Rahmen der Messe „Interboot“ übergaben Innenminister Reinhold Gall (SPD) und Ministerialdirektor Helmfried Meinel vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft vier Gerätewagen und vier Mehrzweckboote an die Freiwilligen Feuerwehren.

Eine leichte Brise zog über den Messesee als Innenminister Reinhold Gall (SPD) und Ministerialdirektor Helmfried Meinel gemeinsam mit den Wahlkreisabgeordneten Martin Hahn (Bündnis 90/Die Grünen), Ulrich Müller (CDU) und dem Friedrichshafener Oberbürgermeister Andreas Brand (Freie Wähler) das neue und das bereits vorhandene Equipment der Ölwehrstützpunkte in Augenschein nahmen und sich von Kreisbrandmeister Henning Nöh und Stadtbrandmeister Louis Laurösch erklären ließen, die die Feuerwehren rings um den See aufgebaut hatten.

 

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Die am Steg des Messesees vertäuten Segelboote und die über das Wasser flitzenden Wakeboarder waren nicht nur bunte, maritime Farbtupfer für die traditionelle Wassersportmesse sondern standen auch genau so wie das Wasser selbst als Symbole für das heutige Einsatzspektrum der Öl- und Schadenwehr Bodensee in der heutigen Zeit. Auf dem Steg vor der Zuschauertribüne interviewte die bekannte und mehrfach preisgekrönte Radio-7-Moderatorin Chrissie Weiss den Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbands Bodenseekreis, Christian Gorber. In dem Gespräch arbeiteten Weiss und Gorber Geschichte und Entwicklung der Mitte der 1960-er Jahre ins Leben gerufenen Ölwehr zur heute modern ausgestatteten und mit den Einsatzkräften aller Bodensee-Anrainerstaaten international vernetzten Organisation heraus. „Der Schutz des Bodensees als bedeutendstem Trinkwasserspeicher Europas steht bei den Aufgaben an erster Stelle“ beschrieb Gorber die „Kernkompetenz“ der Öl- und Schadenwehr. Gleichzeitig gelte es für die Feuerwehren heute aber auch zahlreiche andere Aufgaben im Bereich der Gefahrenabwehr auf und am Bodensee wahrzunehmen, etwa bei Hochwasser, Treibholzfeldern, die den Schiffsverkehr oder Brückenbauwerke gefährden, bei Such- und Bergungseinsätzen sowie im Bereich der Seenotrettung.

 

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Innenminister Reinhold Gall und Ministerialdirektor Helmfried Meinel unterstrichen in Ihren Ansprachen ebenfalls die vielfältige Bedeutung des Bodensees als Trinkwasserspeicher, Tourismusdestination und Wassersportrevier sowie die Schutzbedürftigkeit des Ökosystems und die hieraus resultierenden Anforderungen an eine personell und technisch gut aufgestellte Gefahrenabwehr. Die Notwendigkeit der Beschaffungen sei in beiden Ministerien gleichermaßen gesehen worden wäre und hinsichtlich der Kostenteilung habe Einigkeit geherrscht. Gall dankte den ehrenamtlichen Einsatzkräften für Ihr Engagement und die Bereitschaft, die Zusatzaufgabe Öl- und Schadenswehr Bodensee zum normalen Feuerwehrdienst hinzu zu leisten. Ministerialdirigent Meinel schloss seinen Grußwort mit der Hoffnung, daß die neue Ausrüstung möglichst selten zum Einsatz kommen müsse.

Die Mehrzweckboote (MZB) sind mit 120 kW starken Dieselmotoren und Jet-Antrieb ausgestattet, der den 6,50 Meter langen und 2,45 Meter breiten Booten den Vorgaben zufolge eine Höchstgeschwindigkeit von 40 Stundenkilometern ermöglichen soll. Ein Tiefgang von nur 40 Zentimetern ermöglicht auch Einsätze in den Flachwasserzonen des Sees. Eine absenkbare Bugklappe und eine Schleppvorrichtung gehören ebenso zur aufgabenspezifischen Sonderausstattung wie ein Sauganschluss und ein Wasserwerfer. Inklusive einem geländegängigen Trailer und der sonstigen Beladung lag der Stückpreis bei rund 140.000 Euro.

Die Gerätewagen-Transport (GW-T) auf MAN-TGS 18.360 Allradfahrgestellen mit einer Motorleistung von 265 kW und einem Aufbau der Firma Blenke (Bräunlingen) verfügen neben einer kurzen Ladepritsche über einen Palfinger-Ladekran, um das jederzeitige Einwassern der Boote unabhängig vom Vorhandensein von Slipanlagen und den teils stark schwankenden Wasserständen am Bodensee zu ermöglichen. Bei den Gerätewagen lagen die Kosten, ebenfalls inklusive Beladung, bei rund 270.000 Euro pro Stück.

Kommunen und Feuerwehren werben gemeinsam

Bodenseekreis – Nach monatelangen Vorbereitungen fiel am 1. Oktober der Startschuss zu einer kreisweiten Kampagne von 22 Kommunen und Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises zur Sicherung der Einsatzbereitschaft. Landrat Lothar Wölfle und Günther Laur, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes hatten Presse, Bürgermeister und Feuerwehrkommandanten ins Landratsamt nach Friedrichshafen zur Vorstellung und zum offiziellen Kampagnenstart geladen. Das Ziel: Die Gewinnung zusätzlicher ehrenamtlicher Einsatzkräfte, um die kommunale Pflichtaufgabe Feuerwehr auch weiterhin kostengünstig auf ehrenamtlicher Basis erfüllen zu können, denn wenn sich künftig nicht mehr genügend Bürger freiwillig in der Feuerwehr engagieren, sind die Gemeinden gezwungen, künftig ein Vielfaches an Geld wie bislang für hauptberufliche Mitarbeiter in diesem Bereich auszugeben und in anderen Bereichen der kommunalen Haushalte einzusparen.

Fahnen, Aufsteller, Bauzaunbanner, ein Bus mit Werbebeklebung und ein auf Hochglanz gewienertes feuerrotes Infomobil säumten den Weg von der Straße vor dem Landratsamt ins Atrium des Gebäudes, wo sich Landrat Lothar Wölfle freute, neben Pressevertretern eine Vielzahl von Bürgermeistern und Feuerwehrkommandanten zur „kick-off-Veranstaltung“ der Werbekampagne begrüßen zu können.

„Die Feuerwehren sind für uns ein starker Partner“ stellte Landrat Wölfle in seiner Ansprache heraus. Erst in den letzten Tagen hätten die Feuerwehren „wieder einmal großartigen Einsatz gezeigt und neben ihren normalen Aufgaben bei der Unterbringung von Flüchtlingen tatkräftige Hilfe geleistet“, so Wölfle weiter. Besonders bedankte sich der Landrat „für den sehr schnellen Einsatz am Dienstagmorgen bei dem Brandanschlag auf die geplante Asylbewerberunterkunft in Oberteuringen“. Nur durch das rasche Eingreifen habe größerer Schaden und eine längere Verzögerung der Umbauarbeiten verhindert werden können, sagte Wölfle, der den Anschlag als „abstoßend und ekelhaft“ verurteilte.

Um Kommunen und Feuerwehren zu unterstützen sei der Kreisrat gerne dem Wunsch des Kreisfeuerwehrverbands gefolgt, einen ansonsten auszumusternden Gerätewagen für die Zwecke der Werbekampagne kostenfrei zur Verfügung zu stellen und so einen Beitrag zu leisten, erläuterte Wölfle.

 

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Die Gründe für die Kampagne umriss Hauptbrandmeister Günther Laur, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands, so: „Der demografische Wandel und der weltweite Wettbewerb der Wirtschaft um die besten Köpfe führen dazu, dass immer mehr Arbeitsplätze außerhalb der Wohnorte sind“. Die Folge sei, daß die Verfügbarkeit ehrenamtlicher Einsatzkräfte für Feuerwehraufgaben insbesondere unter Tags sinke. Dies sei aber keine Angelegenheit, um die sich primär die Feuerwehren kümmern müssten sondern vielmehr eine Aufgabe der Gemeinden: „Nach dem Gesetz müssen die Kommunen dafür sorgen, dass sie eine schlagkräftige Feuerwehr haben“, stellte Laur klar. „Der Kreisfeuerwehrverband hat sich aber entschlossen, sich gemeinsam mit 22 Städten und Gemeinden des Bodenseekreises der Thematik anzunehmen“, sagte der Verbandsvorsitzende.

Herausgekommen ist eine von den teilnehmenden Kommunen finanzierte und von einer Werbeagentur gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe von Feuerwehrangehörigen professionell ausgearbeitete Kampagne, deren offizieller Startschuss nun im Landratsamt fiel. Angesprochen werden sollen vor allem so genannte „Quereinsteiger“, also Erwachsene, die bislang noch keinen Bezug zur Feuerwehr haben. Verstärkt hat die Kampagne dabei auch Bevölkerungsgruppen im Blick, die bislang in der Mitgliederstruktur noch unterrepräsentiert sind, etwa Frauen oder Mitbürger mit Migrationshintergrund.

Mit Bannern können die Kommunen künftig großflächig die Werbetrommel rühren und mehrere Nahverkehrsbusse sind ab sofort im Landkreis mit entsprechenden Werbebotschaften unterwegs. Ebenfalls vorgestellt wurden bei der kick-off-Veranstaltung die Menschen, die der Kampagne ein Gesicht geben. Es handelt sich dabei ausschließlich um echte Feuerwehrfrauen und –männer aus dem Bodenseekreis und nicht um professionelle Fotomodelle.

Das Infomobil kann ab sofort von den Kommunen und Feuerwehren etwa bei verkaufsoffenen Sonntagen, Gewerbeschauen, Tagen der offenen Türe, Ausstellungen oder Empfängen genutzt werden. Beladen ist das Fahrzeug unter anderem mit einem Großbildschirm für Film- und Bildpräsentationen, Fahnen und Bannern, einem Glücksrad sowie verschiedensten Werbeartikeln, die die Botschaft transportieren sollen, dass neue Mitglieder für die Gemeindefeuerwehren dringend gesucht werden.

Verbindendes Element der zahlreichen Teile der Kampagne ist ein eigens von der Agentur Lorth-Gessler-Mittelstaedt aus Konstanz entwickeltes „key visual“, ein Logo, welches mit der Notrufnummer 112 und dem „Victory-Zeichen“ arbeitet. Unter der Webadresse www.eins-eins-zwei.de ist die Kampagne auch im Internet präsent, gibt einen Einblick in die Aufgaben der Feuerwehr und die Motivation ihrer Mitglieder. Zudem sind dort Ansprechpartner vor Ort für interessierte Bürger gelistet.