14.03.2026 | Internationaler Bodensee-Feuerwehrbund – Austausch zur Feuerwehrjugendarbeit –
Internationaler Austausch zur Feuerwehrjugendarbeit im Bodenseeraum
Sachgebiet 7.2 Feuerwehrwehrjugend des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes tagt in Bregenz und Friedrichshafen gemeinsam mit Vertretern des Internationalen Bodensee-Feuerwehrbundes und befreundeten Feuerwehrverbänden
Bregenz / Friedrichshafen. Am 13. und 14. März 2026 tagte das Sachgebiet 7.2 (Feuerwehrjugend) des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes (ÖBFV) grenzüberschreitend in Bregenz und Friedrichshafen. Im Mittelpunkt der zweitägigen Sitzung stand der Vergleich der Feuerwehrjugendausbildung mit den Nachbarländern, mit Vorstellung der Jugendfeuerwehrarbeit in Deutschland, Liechtenstein und der Schweiz.
Am Samstag, den 14. März 2026, waren die Mitglieder des Sachgebietes zu Gast in Friedrichshafen (Deutschland). Dort präsentierten Vertreter des Internationalen Bodensee‑Feuerwehrbundes (BFB) gemeinsam mit, dem Kantonalen Feuerwehrverband St. Gallen, dem Landesfeuerwehrverband Liechtenstein, dem Bezirksfeuerwehrverband Schwaben und der Jugendfeuerwehr Friedrichshafen die Strukturen, Inhalte und Besonderheiten der grenzüberschreitenden Jugendarbeit der Feuerwehren im Bodenseeraum.
Nach der Begrüßung durch den Präsidenten des Internationalen Bodensee‑Feuerwehrbund und stellv. Abteilungskommandanten der Feuerwehr Friedrichshafen Abt. Friedrichshafen Andreas Grieb wurde die Bedeutung von Werten in der Jugendarbeit hervorgehoben. Dabei wurde auch Bezug auf den bekannten Leitspruch des in Friedrichshafen wirkenden Grafen Zeppelin genommen: „Man muss nur wollen und daran glauben, dann wird es gelingen.“ Ein Gedanke, der sinnbildlich als Kompass für eine zukunftsorientierte und wertebasierte Feuerwehrjugendarbeit dienen kann.
Im weiteren Verlauf stellten die Referenten das Wirken und die Geschichte des Internationalen Bodensee‑Feuerwehrbundes sowie das Feuerwehrwesen und die Jugendfeuerwehrarbeit in Deutschland und im Land Baden‑Württemberg vor. Ergänzt wurde das Programm durch die Vorstellung der Jugendfeuerwehrarbeit im Freistaat Bayern, präsentiert durch den stellvertretenden Bezirksjugendfeuerwehrwart Schwaben Martin Hiller aus dem Landkreis Neu‑Ulm.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Feuerwehrwesen und der Jugendfeuerwehrarbeit im Fürstentum Liechtenstein sowie in der Schweiz, wodurch ein umfassender Überblick über unterschiedliche Organisationsformen, Ausbildungsschwerpunkte und Gemeinsamkeiten im internationalen Vergleich vermittelt wurde.
Nach einer kurzen Pause folgte die Darstellung der internationalen Zusammenarbeit der Jugendfeuerwehren im Bodenseeraum. Anschließend wurde das Werteprojekt der Jugendfeuerwehr Baden‑Württemberg „KaReVeTo“ vorgestellt. In einem Workshop, durchgeführt von der Jugendfeuerwehr Friedrichshafen, wurde deutlich, welche zentrale Rolle Werte wie Kameradschaft, Respekt, Verantwortung und Toleranz in der modernen Jugendarbeit spielen. Das Akronym „KaReVeTo“ ist dabei seit Jahren fester Bestandteil der Jugendfeuerwehr Baden‑Württemberg und unterstützt Jugendliche dabei, diese Werte bewusst zu leben – jeder auf seine Weise und in seiner jeweiligen Aufgabe.
Ein weiterer Programmpunkt widmete sich den Jugendfeuerwehr‑Leistungsabzeichen und Wettbewerben in Deutschland. Im anschließenden Praxisteil präsentierten Feuerwehrjugendmitglieder verschiedene Stationen aus der Jugendflamme sowie aus Wettbewerbsformaten. Vorgestellt wurden unter anderem die Gerätekunde am Löschgruppenfahrzeug, das Absetzen eines Notrufes anhand von Bilddarstellungen sowie ein Teil der aus der Leistungsspange, die Schlauchstafette. Bei dieser müssen innerhalb von 75 Sekunden 8 C‑Schläuche zu einer gemeinsamen Leitung ausgelegt werden. Im Praxisteil wurden zahlreiche parallelen in der Organisation, Ausbildung und der Fahrzeugtechnik zwischen den Feuerwehen in Österreich und Deutschland deutlich.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen zogen die Teilnehmer ein durchweg positives Fazit. Der Vormittag war geprägt von einem intensiven, fachlich hochwertigen Austausch über Länder‑ und Altersgrenzen hinweg und unterstrich einmal mehr den hohen Stellenwert internationaler Zusammenarbeit in der Feuerwehrjugendarbeit. Ebenso freuten sich die Jugendfeuerwehrmitglieder über die Gastgeschenke und die damit verbundene Wertschätzung.















© Bericht und Bilder –> BFB
